Nachhaltigkeit

Nachhaltiges Bauen fördert nachhaltiges Wohnen und Leben

Die Baugenossenschaft wohnen&mehr verfolgt sozial, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Ziele. Damit zeichnet sich das Westfeld in punkto Nachhaltigkeit als Modellprojekt in Basel aus. Der Modellcharakter liegt im sorgfältig gesteuerten Mix und in der Wechselwirkung verschiedener, ausgewählter Nachhaltigkeitsaspekte.

Ökologische Nachhaltigkeit

Effizienzpfad Energie SIA 2040:2017
Auf dem Westfeld soll ressourcenschonend, gemeinschaftsorientiert und klimafreundlich gelebt werden. Bei der Erstellung der Neubauten orientiert sich wohnen&mehr am Effizienzpfad Energie SIA 2040:2017.

Strom- und Wärmeversorgung vor Ort
Alle Gebäude auf dem Westfeld werden mit erneuerbarem Strom versorgt (Photovoltaikanlage) und zu einem sogenannten «Zusammenschluss
zum Eigenverbrauch»
gebündelt. Die Wärmeversorgung erfolgt per Grundwasser-Wärmepumpe vor Ort und wird mit Fernwärme ergänzt. Lesen Sie mehr dazu im Artikel "Positiv fürs Klima".

Umweltfreundliche Mobilitätslösungen
Das Westfeld ist optimal an den öffentlichen Verkehr angeschlossen und verkehrsfrei. Es sind  1’350 Velostellplätze, Ladestationen für E-Bikes sowie private und öffentlich zugängliche Ladestationen für Elektroautos vorgesehen. Zudem plant die IWB zwei Miet-Elektroautos zur Verfügung zu stellen.

Ökologisch hochwertiger Aussenraum
Der umliegende Grüngürtel, umfassende Fassadenbegrünungen, die Verwendung von hellen Materialien im Aussenraum, um der steigenden Überhitzung im Sommer entgegenzuwirken, sowie der möglichst hohe Erhalt des Baumbestands und der zusätzlichen Pflanzung von Bäumen sorgen für ein gutes Stadt- und Mikroklima. Des weiteren sind ein Mauerseglerprojekt (zusammen mit der Stiftung pro Artenvielfalt), ein „Insektenhotel“ und das Halten von Bienen geplant.

Bewusster Verbrauch und Tauschkultur
Die Baugenossenschaft wohnen&mehr beabsichtigt, Transparenz und Anreize zum bewussten Energieverbrauch zu setzen. Angestrebt wird eine motivierte Freiwilligkeit der Bewohnerschaft. Zudem wird ein Zusammenleben angestrebt, bei dem das Teilen von alltäglichen Gebrauchsgegenständen und der Austausch nachbarschaftlicher Hilfe im Vordergrund stehen und das Mass an Gemeingut, sei es räumlicher oder materieller Natur, hoch ist.

Soziale Nachhaltigkeit

Integration und Durchmischung
Um bezahlbare Mietzinsen und ein vielfältiges Wohnungsangebot für eine soziale, kulturelle und altersmässige Durchmischung zu schaffen, wird es eine bestimmte Anzahl speziell kostengünstiger Wohnungen, effiziente Wohnungsgrundrisse und ein sorgfältig ausgearbeitetes Vermietungskonzept geben. Zudem wird ein Solidaritätsfonds geschaffen, der Menschen in wirtschaftlich schwierigen Situationen bei der Beteiligung mit Genossenschaftskapital unterstützen kann und den sozialen Zusammenhalt auf dem Westfeld stärkt.

Gerade Personen mit geringerem finanziellem Spielraum oder Menschen mit Behinderungen sind auf ein Wohnungsangebot unabhängig von persönlichen Netzwerken oder erheblichen finanziellen Vorleistungen angewiesen. Ein Umzug in eine andere Wohnung im gewohnten Umfeld soll vereinfacht möglich sein, wenn sich der Haushalt vergrössert oder verkleinert.

Begegnungsorte
Auf dem Westfeld werden diverse kommunikationsfördernde Begegnungsorte durch öffentliche und private Grün- und Freiräume mit guter Aufenthaltsqualität geschaffen. Zum Begegnen wird es u.a. einen Quartiergarten mit Spielgeräten für verschiedene Generationen, den Quartierplatz mit integriertem Wasserspiel, einen Quartiertreffpunkt oder ein zur Mitgestaltung offenen Kräutergarten geben.

Nutzungsmix und Wohlbefinden
Kurze Distanzen und eine attraktive Nutzungsmischung im Quartier sind gute Voraussetzungen für lokale, fussläufige Versorgung, Quartierbelebung und soziale Einbettung. Auf dem Westfeld finden sich Dinge des täglichen Gebrauchs beim Detailhändler, ein Café und ein Bio Bistro am Quartierplatz, ein Doppelkindergarten, eine Kindertagesstätte sowie ein Gesundheits- und Fitnesszentrum. Verschiedene Gemeinschaftsräume stehen der Bewohnerschaft zur Nutzung zur Verfügung - sei es für ein privates Geburtstagsfest oder ein Publicviewing des nächsten WM-Finals.

Akzeptanz vom Quartier und Identifikation dank Partizipation
Durch die Zusammenarbeit mit Institutionen und Vereinen aus dem Quartier (Stadtteilsekretariat Grossbasel-West, Neutraler Quartierverein Kannenfeld u.a.) wurden die Bedürfnisse der Bewohnerschaft aus dem umliegenden Quartier bereits früh abgeholt und bei der Planung berücksichtigt. Dem vielfach geäusserten Wunsch nach identitätsstiftenden Orten der Begegnung und zentrumsbildenden Nutzungen geht die neugegründete IG Dynamo Westfeld nach. Neben regelmässigen öffentlichen (Info)-Veranstaltungen gibt es das vom Bund unterstützte Modellvorhaben „Netzwerk Westfeld“.

Wirtschaftliche Nachhaltigkeit

Verankerung im Iselinquartier
Durch einen über mehrere Jahrzehnte abgeschlossenen Baurechtsvertrag ist eine langfristige, dem Standort entsprechende Nutzung garantiert. wohnen&mehr strebt eine hohe Flexibilität für verschiedene Raum- und Nutzungsbedürfnisse an, um auch veränderten Bedürfnissen über die Zeit hinweg gerecht zu werden.

Langfristige Finanzierungssicherheit
Zu den Eigenmitteln zählt neben dem Substanzwert der Bestandesbauten das Genossenschaftskapital. Dazu kommen Spenden an spezifische, soziale Teilprojekte und kantonale Mittel für die öffentlichen Aussenflächen. So konnte die durchschnittliche Mieterbeteiligung mit Genossenschaftskapital zugunsten der sozialen Durchmischung auf inzwischen CHF 11ʽ000.- gesenkt werden. Zudem ist die Bankfinanzierung mit der Basler Kantonalbank (BKB) als Finanzierungspartnerin gesichert.

Berücksichtigung der Lebenszykluskosten
Da der Wohnraum etliche Jahrzehnte bestehen soll, werden unter Berücksichtigung der gesamten Lebenszkluskosten langlebige Materialien eingesetzt. Angestrebt wird die Möglichkeit einer selektiven Erneuerung von Bauteilen nach ihrem Lebensalter, wofür ein Erneuerungsfonds eingerichtet wird.

Massvolle Betriebs- und Unterhaltskosten
Gewährleistet werden niedrige Instandhaltungs- und Instandsetzungskosten durch frühzeitige Planung und kontinuierliche Massnahmen. Die Planung erfolgt stets unter Berücksichtigung der Bewirtschaftung (Reinigung, laufende Erneuerung, Steuerung), so werden beispielsweise Materialien und Oberflächen jeweils auch bezüglich Reinigungsaufwand und -kosten überprüft.