Umnutzung Felix Platter-Spital

Ein Baudenkmal verwandelt sich

Im Jahr 1890 war an der damals noch weitgehend unbebauten Burgfelderstrasse ein zusätzliches Spital in Betrieb genommen worden. 1967 wurde das neue, filigrane Felix Platter-Spital bezogen. Der Entwurf stammt von den Architekten Fritz Rickenbacher und Walter Baumann. Durch die aktive Vermittlung von wohnen&mehr bleibt das denkmalgeschützte Gebäude erhalten. Es wird in ein Wohngebäude umgenutzt und bildet als weitherum sichtbare Landmarke einen wichtigen Orientierungspunkt für das Westfeld und das umliegende Quartier.

Studienauftrag im Dialog

Im November 2017 beauftragte die Baugenossenschaft wohnen&mehr sechs Architekturteams mit einer Studie zur Umnutzung des Felix Platter-Spitals. Die Teams waren aus 31 Bewerbungen ausgewählt worden. Im März 2018 kürte das Beurteilungsgremium den Projektvorschlag der Arbeitsgemeinschaft Müller Sigrist Architekten, Zürich, und Rapp Architekten, Basel/Münchenstein, einstimmig zum Sieger.

Das Projekt überzeugt durch seine sorgfältige Konzeption und seine stimmungsvolle Architektursprache. Mit durchdachten Eingriffen wird das Spitalgebäude in ein kommunikatives Wohnhaus verwandelt. Das feingliedrige, äussere Erscheinungsbild des Gebäudes bleibt vollständig erhalten.

> Studienauftrag im Überblick

Der Schlussbericht kann bei wohnen&mehr in gedruckter Form bezogen werden (Schutzgebühr 10.-) oder als pdf per Mail angefordert werden.

Ausblick

Die Baugenossenschaft wohnen&mehr übernimmt das Spitalgebäude nach der Inbetriebnahme des neuen Felix Platter-Spitals im Sommer 2019. Die Rückbauarbeiten im Innern des Gebäudes beginnen unmittelbar nach der Übernahme. Der Bezug ist im 2022 vorgesehen.

Gemeinschaftliches Wohnen

In den Obergeschossen finden 130 kompakt geschnittene Wohnungen Platz. Von Budget- und Maisonettewohnungen über neue Wohnformen bis zu Joker- und Gästezimmern – das Spektrum des Wohnangebots ist breit. Eine kaskadenartige Treppe führt vom Erdgeschoss bis aufs Dach. Sie verbindet die Wohngeschosse und fördert den Austausch unter den Bewohnerinnen und Bewohnern im «vertical village».

Lebendige Stadtebene

Herzstück des umgenutzten Spitalgebäudes ist das doppelstöckige Foyer. Vom Foyer aus sind die öffentlichen Nutzungen im Parterre über eine innere Gasse erschlossen, so beispielsweise Kinderbetreuungsangebote, Quartierläden, Treff- und Gewerberäume und das Café-Bistro. Gleichzeitig verbindet das Foyer den künftigen Quartierplatz auf dem Westfeld mit der Hegenheimerstrasse. So entsteht eine grosszügige, öffentliche Querung, einladend für das Quartier.