Auf dem Westfeld (ehemals Felix Platter–Areal) ensteht ab Mitte 2019 ein lebendiges Quartier im Quartier mit attraktivem Wohn– und Gewerberaum.

Vom Spitalgelände zum Quartier im Quartier

Auf dem 35'000 Quadratmeter grossen Westfeld in Basel entsteht ab Mitte 2019 ein neues, lebendiges Stück Stadt mit 500 Genossenschaftswohnungen sowie Flächen für Gewerbe- und Quartiernutzungen. Die Baugenossenschaft wohnen&mehr entwickelt das Areal zusammen mit beteiligten Wohngenossenschaften, Quartierakteuren und involvierten Behörden. Mit dem Abschluss der städtebaulichen Studien im Herbst 2017 hat die Transformation des heutigen Spitalgeländes in ein durchmischtes Kleinquartier konkrete Gestalt angenommen – und mit «Westfeld» trägt das Areal auch einen neuen Namen. Das Siegerprojekt stammt von den Büros Enzmann Fischer Partner und Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur und Städtebau aus Zürich.

> Städtebauliches Verfahren im Überblick

Der Jurybericht der städtebaulichen Studie kann bei wohnen&mehr bezogen werden (Schutzgebühr 10.-) oder per Mail als pdf bestellt werden.

Städtebauliches Konzept

Der Wohnhof und die grosszügige, öffentliche Freifläche sind die markantesten Merkmale des Westfelds. Der Wohnhof steht als Sinnbild für das gemeinschaftliche Wohnen. Anders als bei einer typischen Basler Blockrandbebauung ist der Innenhof nicht parzelliert und damit privatisiert, sondern nachbarschaftlicher Ort der Begegnung. Der Blockrand unterteilt sich in elf Häuser mit unterschiedlichem Gepräge, durch Gestaltungsregeln aufeinander abgestimmt. > Übersichtsplan

Umgang mit Bestandesbauten

Das bestehende Spitalgebäude bleibt als markanter Orientierungspunkt für das Hegenheimerquartier erhalten und wird in ein Wohnhaus transformiert. Das Wohnheim für Flüchtlinge an der Hegenheimerstrasse wird durch die Sozialhilfe Basel-Stadt mehrere Jahre weiter genutzt. Anschliessend wird es abgebrochen. Das zweite Personalhaus wird entgegen anfänglicher Ideen nicht nachgenutzt. Stattdessen konzentriert sich wohnen&mehr darauf, in der zweiten Bauetappe zusammen mit Partnern langfristig Wohnraum für Studierende schaffen zu können.

Fokus Wohnen

Insgesamt entstehen in den Neubauten in zwei Bauetappen rund 370 Wohnungen, im umgenutzten Spitalgebäude rund 130. Vorgesehen ist ein breiter Mix an Wohnungsgrössen und Wohnformen, mit einem besonderen Augenmerk auf familien- und altersgerechtem Wohnraum. Für die Bau- und Wohngenossenschaft Lebenswerte Nachbarschaft LeNa ist ein eigenes Gebäude auf dem Areal vorgesehen. In diesem plant LeNa nach den Prinzipien von Neustart Schweiz ein innovatives Wohnmodell mit einem hohen Anteil an Gemeinschaftsnutzungen.

Flächen für Gewerbe und Quartiernutzungen

Das Wohnen wird auf Erdgeschossebene durch Kleingewerbe, Dienstleister und Zentrumsfunktionen für das Quartier ergänzt. Insgesamt stehen dafür an der Burgfelderstrasse, entlang der Arealquerung und im umgenutzten Spitalgebäude rund 10'000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. Der Mix aus gewerblichen, sozialen und kulturellen Nutzungen schafft Quartierflair. > Mehr.

Öffentlicher Raum

Eine grosse Freifläche erstreckt sich von der Burgfelderstrasse über den neuen Quartierplatz bis zur Hegenheimerstrasse. Sie ist mit zweistöckigen Pavillongebäuden strukturiert. Der bestehende Grüngürtel mit dem reichen Baumbestand entlang der Ensisheimerstrasse bleibt erhalten und wird aufgewertet. Der Quartiergarten auf der Parzelle des Felix Platter-Spitals ergänzt das Freiraumangebot. Als «öffentliche Scholle» konzipiert und mit grosszügigen Arealzugängen versehen, bietet das Westfeld die Chance für Begegnung, Spiel und Aufenthalt für alle Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers.

Mobilität auf dem Westfeld

Das Westfeld ist optimal an den öffentlichen Verkehr angeschlossen. Unter dem Quartierplatz ist eine unterirdische Autoeinstellhalle mit rund 200 Parkplätzen geplant. Die Zahl der Parkplätze ist abgestimmt auf die spezifischen Zielgruppen auf dem Areal (darunter viele ältere und jüngere Bewohner ohne Auto). Sie wird in den nächsten Monaten noch einmal überprüft, ebenso das Angebot der Vermietung von Parkplätzen an Quartierbewohner und die optionale Erweiterung der Einstellhalle in der zweiten Bauetappe. Die Autoeinstellhalle wird vom Luzernerring aus erschlossen. Veloparkplätze, Carsharing sowie neue Formen der Mobilität sind Teil des Konzepts.