Umnutzung

Ein Baudenkmal verwandelt sich

Im Jahr 1890 war an der damals noch weitgehend unbebauten Burgfelderstrasse ein zusätzliches Spital in Betrieb genommen worden. 1967 wurde das neue, filigrane Felix Platter-Spital bezogen. Der Entwurf stammt von den Architekten Fritz Rickenbacher und Walter Baumann. Durch die aktive Vermittlung von wohnen&mehr bleibt das denkmalgeschützte Gebäude erhalten. Es wird in ein Wohngebäude umgenutzt und bildet als weitherum sichtbare Landmarke einen wichtigen Orientierungspunkt für das Westfeld und das umliegende Quartier.

Lebendige Stadtebene

Herzstück des umgenutzten Spitalgebäudes ist die doppelstöckige Querung, welche im Innern des Gebäudes liegt und den Quartierplatz mit der Hegenheimerstrasse verbindet. Von der Querung aus sind die öffentlichen Nutzungen im Parterre über eine innere Gasse erschlossen, so beispielsweise Kinderbetreuungsangebote, Quartierläden, Treff- und Gewerberäume und das Bio Bistro. Gleichzeitig verbindet das Foyer den künftigen Quartierplatz auf dem Westfeld mit der Hegenheimerstrasse. So entsteht eine grosszügige, öffentliche Querung, einladend für das Quartier.

Gemeinschaftliches Wohnen

In den Obergeschossen finden 130 kompakt geschnittene Wohnungen Platz. Von Budget- und Maisonettewohnungen über neue Wohnformen bis zu Joker- und Gästezimmern – das Spektrum des Wohnangebots ist breit. Eine kaskadenartige Treppe führt vom Erdgeschoss bis aufs Dach. Sie verbindet die Wohngeschosse und fördert den Austausch unter den Bewohnerinnen und Bewohnern im «vertical village».

Architektur

Im November 2017 beauftragte die Baugenossenschaft wohnen&mehr sechs Architekturteams mit einer Studie zur Umnutzung des Felix Platter-Spitals. Im März 2018 kürte das Beurteilungsgremium den Projektvorschlag der Arbeitsgemeinschaft Müller Sigrist Architekten, Zürich, und Rapp Architekten, Basel/Münchenstein, einstimmig zum Sieger.

Mit durchdachten Eingriffen wird das Spitalgebäude in ein kommunikatives Miteinanderhaus verwandelt. Das feingliedrige, äussere Erscheinungsbild des Gebäudes bleibt vollständig erhalten.