Neubauten und Städtebau

Vom Spitalgelände zum Quartierzentrum

Auf dem 35'000 Quadratmeter grossen Westfeld in Basel entsteht ein neues, lebendiges Stück Stadt mit rund 530 Genossenschaftswohnungen sowie Flächen für Gewerbe- und Quartiernutzungen. Die Baugenossenschaft wohnen&mehr entwickelt das Areal zusammen mit beteiligten Wohngenossenschaften, Quartierakteuren und involvierten Behörden.

Mit dem Abschluss der städtebaulichen Studien im Herbst 2017 hat die Transformation des heutigen Spitalgeländes in ein durchmischtes Zentrum für Basel-West konkrete Gestalt angenommen – und mit «Westfeld» trägt das Areal auch einen neuen Namen. Das Siegerprojekt stammt von den Büros Enzmann Fischer Partner und Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur und Städtebau aus Zürich.

Städtebauliches Verfahren im Überblick

Städtebauliches Konzept

Der Wohnhof und die grosszügige, öffentliche Freifläche sind die markantesten Merkmale des Westfelds. Die grosszügige, offene Fläche, welche in der Arealmitte entsteht, ist strukturiert mit zwei- bis dreistöckigen Pavillongebäuden und erstreckt sich von der Burgfelderstrasse über den neuen Quartierplatz bis zur Hegenheimerstrasse. Der Wohnhof steht als Sinnbild für das gemeinschaftliche Wohnen. Anders als bei einer typischen Basler Blockrandbebauung ist der Innenhof nicht parzelliert und damit privatisiert, sondern nachbarschaftlicher Ort der Begegnung. Der Blockrand unterteilt sich in elf Häuser mit unterschiedlichem Gepräge, durch Gestaltungsregeln aufeinander abgestimmt. Das alte Spitalgebäude wird in ein Wohnhaus umgenutzt, welches im Erdgeschoss um eine öffentliche Ebene mit Quartiernutzungen  ergänzt wird. Übersichtsplan

Neubauten

Wo bis vor kurzem niedrige Nebengebäude des Felix Platter-Spitals standen, wird derzeit ein grosser Wohnhof gebaut. In der ersten Bauetappe entstehen bis 2022/2023 312 Neubauwohnungen. In der zweiten Bauetappe ab voraussichtlich 2024 kommen weitere 80 Wohnungen dazu. Der Wohnhof steht sinnbildlich für das gemeinschaftliche Wohnen. Der Blockrand unterteilt sich in einzelne Häuser mit unterschiedlichem Gepräge und vielfältigen Wohnungstypen, darunter beispielsweise das LeNa-Haus, das Haus mit Maisonette-Wohnungen am Grüngürtel, das Haus mit Maisonette-Wohnungen am Grüngürtel oder das Haus für jung-urbanes Wohnen am Quartierplatz. Die einzelnen Häuser sind gestalterisch aufeinander abgestimmt. So ergibt sich trotz architektonischer Vielfalt ein einheitliches Gesamtbild. Die Architekten der einzelnen Bausteine sind: Enzmann Fischer Partner (Zürich), ARGE Scheibler Villard / Baumann Lukas (Basel), ARGE Bachelard Wagner Architekten / Reuter Architekten (Basel).

Öffentlicher Raum

Eine grosse Freifläche erstreckt sich von der Burgfelderstrasse über den neuen Quartierplatz bis zur Hegenheimerstrasse. Sie ist mit zwei- bis dreistöckigen Pavillongebäuden strukturiert. Der bestehende Grüngürtel mit dem reichen Baumbestand entlang der Ensisheimerstrasse bleibt erhalten und wird aufgewertet. Der Quartiergarten auf der Parzelle des Felix Platter-Spitals ergänzt das Freiraumangebot. Als «öffentliche Scholle» konzipiert und mit grosszügigen Arealzugängen versehen, bietet das Westfeld die Chance für Begegnung, Spiel und Aufenthalt für alle Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers.

Mobilität auf dem Westfeld

Das Westfeld ist optimal an den öffentlichen Verkehr angeschlossen. Unter dem Quartierplatz entsteht eine unterirdische Autoeinstellhalle mit rund 150 Parkplätzen. Die Zahl der Parkplätze ist abgestimmt auf die spezifischen Zielgruppen auf dem Areal (darunter viele ältere und jüngere Bewohner ohne Auto). Das Angebot der Vermietung von Parkplätzen an Quartierbewohner und die optionale Erweiterung der Einstellhalle in der zweiten Bauetappe werden im Planungsverlauf sorgfältig geprüft. Die Autoeinstellhalle wird vom Luzernerring aus erschlossen. Veloparkplätze, Carsharing sowie neue Formen der Mobilität sind Teil des Konzepts. Zudem stellen die IWB zwei Elektroautos zur Verfügung, welche gemietet werden können.